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Leitlinien nächstes Jahr publikationsreif

Im kommenden Frühsommer soll es soweit sein: "Wir rechnen damit, auf dem nächsten Kongress der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung die Leitlinen zur Behandlung chronischer Wunden vorstellen zu können", berichtet Dr. Walter Wetzel-Roth, niedergelassener Chirurg und Mitglied im erweiterten Vorstand der Gesellschaft.

"Die Leitlinien der DGfW sollen dem behandelnden Arzt eine Orientierungshilfe bieten und den Stand des derzeit Gesicherten abbilden. Sie sind im Gegensatz zur rechtsverbindlichen Richtlinie nicht bindend und formulieren keinen Standard", unterstreicht Wetzel-Roth.

Zurzeit ist die Situation bezüglich der existierenden therapeutischen Empfehlungen eher unübersichtlich: Das Regelwerk der Arbeitsgemeinschaft der medizinisch wissenschaftlicher Fachverbände enthält Leitlinien zur Behandlung der AVK und der amputationsbedrohten Extremität (Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie, Deutsche Gesellschaft für Angiologie), des venösen Ulkus (Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie, Deutsche Gesellschaft für Phlebologie), des gemischt-venösen Ulkus und von Verbrennungswunden (Compliance Netzwerk Ärzte/HFI e.V.).

International existieren Leitlinien zum diabetischen Fuß und weitere vor allem in den USA. "Diese sind durchaus widersprüchlich", weiß Wetzel-Roth. In juristischen Auseinandersetzungen erwiesen sich die Leitlinien zunehmend als Pferdefuß, da sie zur Beurteilung ärztlichen Handelns herangezogen würden. Auch medizinische Gutachter bezögen sich häufig auf Leitlinien.

"In sozialrechtlichen Auseinandersetzungen mit KV oder Kostenträgern haben Leitlinien wenig Gewicht, häufig werden sie wegen des Wirtschaftlichkeitsgebotes einfach abgelehnt. Bei der Formulierung von Leitlinien wird diesen Tatsachen zukünftig Rechnung zu tragen sein", fordert Wetzel-Roth.

Fr, 26.10.2001 16:09 / as Druckversion Mail Weiter

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