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Erstmals scharfe Live-Bilder aus dem Mäusehirn
Der Göttinger Physiker Stefan Hell hat für sein bahnbrechendes Mikroskop zahlreiche Preise eingeheimst. Nun blickt er damit sogar auf die Feinheiten des Hirns lebender Mäuse. Das könnte einmal bei der Erforschung von Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson helfen.

MRSA-Erreger auf Frühgeborenen-Station in Freiburg entdeckt
Nach dem Auftreten von Methicillin-resistenten Staphylokokken hat die Intensivstation für Neugeborene an der Uniklinik Freiburg einen Aufnahmestopp verhängt. Für mindestens sechs bis acht Wochen werden keine neue Patienten aufgenommen, teilte die Klinik am Donnerstag in Freiburg mit. Bei vier der insgesamt zwölf Babys auf der Freiburger Station waren MRSA-Erreger festgestellt worden.

Millionen Blutproben für Forschung - einzigartiges Uni-Projekt angelaufen
Die Universität Würzburg kann als erste deutsche Hochschule Blut von Patienten mit älteren Proben aus der Zeit vor der Erkrankung vergleichen - zumindest, wenn sie in Bayern Blut gespendet haben. Das Klinikum kann damit künftig für Forschungszwecke auf rund drei Millionen Plasmaproben des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes zugreifen.


Ultraschall als mögliche Verhütungsmethode für den Mann
Ultraschall könnte zukünftig möglicherweise als Verhütungsmittel für den Mann eingesetzt werden. Die Schallwellenbehandlung senkt die Spermienzahl und macht Männer so zeitweilig zeugungsunfähig. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler in Versuchen mit Ratten herausgefunden.


Arzneimittelkommission: Auf kardiale Auffälligkeiten bei Fingolimod-Therapie achten
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft hat darauf hingewiesen, dass die kardiovaskulären Funktionen von Patienten nach der Behandlung mit Fingolimod innerhalb der ersten sechs Stunden intensiv überwacht werden sollen. Auch seien behandelnde Ärzte aufgefordert, alle beobachteten Nebenwirkungen (auch Verdachtsfälle) mitzuteilen.

Legasthenie zeigt sich schon vor dem Lesenlernen am Gehirn
Schon bevor sie mit dem Lesenlernen beginnen, haben Kinder mit Legasthenie veränderte Gehirnfunktionen. Zwei Areale, in denen unter anderem gehörte Worte verarbeitet werden, sind weniger aktiv als normal.

Stress wirkt schneller aufs Gehirn als angenommen
Stress wirkt sich offenbar erheblich schneller auf die Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn aus als bisher angenommen. Das haben Psychobiologen der Universität Trier mit verschiedenen Experimenten belegt, teilte die Hochschule am Dienstag mit.

RSV-Infektionswelle an Heidelberger Uni-Klinik
An der Uni-Klinik Heidelberg sind drei Krebspatienten möglicherweise an dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) gestorben. „Wir haben die Situation im Griff, niemand ist bedroht“, sagte eine Sprecherin des Krankenhauses am Montag. Der Virus sei seit Anfang des Jahres bei 19 Patienten auf zwei Krebsstationen und der Intensivstation festgestellt worden.

Preisverhandlungen über Ticagrelor: AstraZeneca ist "gespannt"
Am Montag starten in Berlin die ersten Preisverhandlungen nach den Vorgaben des schwarz-gelben Arzneigesetzes AMNOG. Es gilt als wichtigster Einschnitt angesichts immer höheren Milliardenkosten für Arzneimittel seit Jahren. Nun verhandelt der Spitzenverband der Krankenkassen mit AstraZeneca in vier Verhandlungsterminen bis Mai über den Erstattungspreis der Kassen für den neuen Blutverdünner Ticagrelor (Brilique), dem ein Umsatzpotenzial im dreistelligen Millionenbereich nachgesagt wird.

Ansatzpunkt gegen chronische Nervenschmerzen entdeckt
Wissenschaftler haben erstmals einen effektiven Ansatzpunkt gegen chronische Nervenschmerzen in Händen, Armen oder Beinen entdeckt: Sie identifizierten ein kleines Molekül im Rückenmark als Auslöser der anhaltenden Symptome. Dieses sogenannte Dimethylsphingosin (DMS) wird von den Nervenzellen des Rückenmarks in unnormal großer Menge ausgeschüttet und löst so Entzündungen und Schmerzen aus. Entgegen bisherigen Vermutungen entstehen die neuropathischen Schmerzen damit nicht dort, wo ein Nerv verletzt oder beschädigt wurde. Stattdessen führe eine Veränderung des Zellstoffwechsels im Rückenmark zu den Schmerzen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Chemical Biology". (doi: 10.1038/nchembio.767)

Neue Operationsmethode für Skoliose bei Kindern in Göttingen
Jungen Patienten mit Skoliosen kann künftig mit deutlich weniger Operationen als bislang geholfen werden. In Göttingen setzten Mediziner in einem neuen Verfahren weltweit erstmals Magnetstäbe zur Begradigung der Wirbelsäule ein, die nicht wie sonst üblich direkt an der Wirbelsäule befestigt sind, teilte die Universitätsmedizin am Donnerstag mit.

EHEC-Lehren: Neurologen für frühere Zusammenarbeit
Dass Neurologen möglichst frühzeitig in die Behandlung einbezogen werden sollten, ist eine der Lehren aus der EHEC-Epidemie. Auch bei Patienten, die nicht auf die Intensivstation müssten, gelte es bei der Therapie diese neurologischen Probleme im Auge zu behalten.

„Drückermethoden“: Bayer in der Kritik
Weil er Ärzten mit „Drückermethoden“ Produktproben unterschieben soll, steht der Pharmahersteller Bayer in der Kritik. Wie unter anderem „Spiegel online“ berichtet, verschicke Bayer derzeit „Infobriefe“ zu seinem neuen Schlaganfallmittel Xarelto an Ärzte. Allerdings enthalten diese gleich ein Produktmuster – was eigentlich verboten ist.

Wissenschaftler klären Mechanismus der Alkoholsucht
Ähnlich wie Kokain oder andere Drogen setzt auch Alkohol im Gehirn des Menschen körpereigene Endorphine frei. Das haben Wissenschaftler jetzt erstmals direkt nachgewiesen. Die mit dem Opium verwandten Botenstoffe stimulieren zwei Areale, die zum Belohnungssystem des Gehirns gehören und lösen dadurch starkes Wohlgefühl aus.

Ärzte in Hessen verordnen Medikamente für rund 1,8 Milliarden Euro
Die niedergelassenen Ärzte in Hessen haben ihren gesetzlich versicherten Patienten in den ersten drei Quartalen 2011 Arzneimittel im Wert von knapp 1,8 Milliarden Euro verordnet - ziemlich genauso viel wie im Vorjahr. Das teilte am Dienstag die Techniker Krankenkasse (TK) in Frankfurt mit.

Wachkoma-Patienten teilweise kontaktfähiger als bisher vermutet
Aktuelle Studien mithilfe hochauflösender Elektroenzephalografie (EEG) und funktioneller Kernspintomografie (fMRT) zeigen, dass Ärzte den genauen Bewusstseinszustand eines Wachkoma-Patienten häufig falsch einschätzen. Das gab die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) am Montag bekannt.

Ministerium sieht Kassen bei Brustimplantaten in der Pflicht
Frauen in Deutschland sollen sich ihre Billig-Brustimplantate entfernen lassen. Doch wer zahlt das? Das Gesundheitsministerium sagt: die Kassen - aber Frauen müssen sich eventuell beteiligen.

 

 

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