Who is Who der Ärzte | Hilfe

Notfalltherapeut: Frühzeitige Erörterung eines Traumas ungünstig für Patienten
... Zum Glück, es passiert dann nämlich, dass schwere Traumata mit ihrer vollen Dynamik nur partiell wahrgenommen und noch viel weniger im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden. Wenn aber nun so`n Notfalltherapeut kommt und frühzeitig mit dem Patienten das Geschehen erörtert, dann führt das zu ständigen Reflexionen, Wiederholungen und Reaktivierungen des Geschehens, das an sich dem vergessen preisgegeben Grauen wird im Langzeitgedächtnis gespeichert und bleibt haften. Schick für den Therapeuten, der kann dann konkret an Details "arbeiten", schlecht für den Patienten, der trägt Informationen mit sich herum, die er ohne frühe Intervention und statt dessen mit einer Ampulle Diazepam i.v. am gleichen Tag vergessen hätte. Diese Chance des notwendigen ...

Beschreibungen von Zwangs-, Angst- und Persönlichkeitsstörungen im alten Babylon
... Demnach gab es 1700 v.Chr. bereits recht präzise Beschreibungen der Krankheitsbilder, die wir heute als Zwangssstörung, Angststörung und Persönlichkeitsstörung bezeichnen.

Die Quelle der Erkenntnis ist eine Keilschrift, die unter der Bezeichung Shurpu bekannt ist. Die Beschreibung der psychischen Krankeitsbildern taucht im Zusammenhang mit dem māmīt-Eid-Konzept 2) auf. Es wurde in der alten Schrift vermerkt, dass die jeweiligen Verhaltensweisen extrem unveränderbar sind - so, als hätten die Betreffenden einen Eid geschworen, sich so zu verhalten. Die objektiv beschriebenen Verhaltensmuster in Sachen Persönlichkeitsstörung wären den Untertypen unreife und antisoziale PS zuzuordnen. Bei den Zwängen wurden u.a. die Themen Verschmutzung, Aggression und Ordnung beschreiben.
Die Schrift enthält keine Informationen über ...

Cerumen: Entfernung immer unter Sicht und mit Geräten nach Medizinproduktegesetz
... Entfernung immer unter Sicht und mit Geräten nach Medizinproduktegesetz- sonst im Falle eines Schadens bekommen Sie ggf. ein Problem. Über die Sinnhaftigkeit der Geräte die den Medizinproduktegesetz(MPG) unterliegen ( ich verzweifele auch oft) hat halt der Gesetzgeber entschieden. Solange kein Kläger....usw. usf. Meine hausärztlichen Kollegen überweisen mir diese Pat. übrigens sehr gern.

In meiner bisherigen niedergelassen Tätigkeit seit 2003 3xTrommelfellperforation nach Spülung/ Entfernung gesehen: 1x durch Schwester beim Hausarzt, 1x durch Hausarzt, und 1x durch anderen HNO-Arzt. Passieren kann also wie immer überall etwas. Problematisch wird es, wenn dann ...

In den letzten Jahre wird die Trauer allmählich pathologisiert
... Ich habe sogar schon erlebt, dass Pat. nach dem Tod naher Angehöriger notfallmäßig in die Akutpsychiatrie eingewiesen wurden (ohne bek. schwere psychische Erkrankung).

Mit Trauer mußten sich die Menschen seit Jahrtausenden bei Verlust von Angehörigen auseinandersetzen und haben dafür entsprechende Rituale etc. entwickelt. Erst in den letzten Jahren/Jahrzehnten wird die Trauer allmählich pathologisiert, weil die "Träger dieser Rituale" (soziales Umfeld, kirchliche Seelsorge) zunehmend in den Hintergrund getreten sind. Heute muß man ...

Zehn Prozent der Patienten sind insulin-defizient
... seit 2004 läuft in unserer DSP eine Studie, bei der wir den Fokus der Diabetesdiagnose auf die Betazellfunktion der Bauchspeicheldrüse zentrieren: Aus einer Promotionsarbeit aus Bochum stammt eine dynamische Glucosebelastung, bei der nicht das OGTT-Ergebnis als Diagnosekriterium gilt. Es werden zunächst nüchtern BZ und Insulin untersucht. Hiernach erhält der Pat. ein "Probefrühstück", bei dem eine exakt und regelhaft verwendete Zusammenstellung verwendet wird. Viele der Patienten haben sowohl im ...

Antidepressiva und Jugendliche: Neue Daten zu einem alten Streit
... Gibbons und seine Kollegen haben zum einen Daten einer Studie der „National Institute of Mental Health“ mit Jugendlichen analysiert, zum anderen Daten der Pharmaunternehmen Eli Lilly (Fluoxetin) und Wyeth (Venlafaxin). Die aktuelle Daten-Auswertung ( n = 9185) selbst wurde vom „National Institute of Mental Health“ und der „Agency for Healthcare Research and Quality“ finanziert. Laut Gibbons hatten die Arzneimittelhersteller vor der Publikation keinen Zugang zu der Arbeit.

Nach Angaben der Autoren waren bei den 708 Kindern und Jugendlichen, deren Daten ausgewertet wurden, suizidale Gedanken und Suizidversuche unter Fluoxetin nicht häufiger als unter Placebo, wobei der Beobachtungszeitraum allerdings im Mittel nur acht Wochen betrug. Bei erwachsenen und alten Patienten mit Depressionen reduzierten Fluoxetin und Venlafaxin erwartungsgemäß suizidale Gedanken und Verhaltensweisen (minus 90 Prozent versus 79 Prozent unter Placebo innerhalb von acht Wochen). Nach Ansicht von Gibbons sollte die FDA die geltende Black-Box-Warnung ...

Juckreiz bei Gürtelrose: Anästhesulf Lotion lokal
... oft lindert Anästhesulf Lotion lokal, ggf. Atosil oral. Wenn eher brennend: Amitriptylin niedrig dosiert zur Nacht beginnend, zB. ...

Seorologisch nachgewiesenes Windpockenrezidiv
... Habe wiederholt ein seorologisch nachgewiesenes Windpockenrezidiv erlebt.
Auch bei einer Schwangeren, hatte ich deswegen an Uniklinik verwiesen, kam zurück mit abenteuerlichen Diagnosen weil ja nicht sein kann was laut Lehrbuch nicht sein darf.
Dabei war Serologie, welche ich abgenommen hatte ...

Verdachtsdiagnose Depression bei Trauernden
... Ich bekomme erschreckend häufig Patienten mit der Verdachtsdiagnose "Depression" überwiesen, deren Partner/Kinder gestorben sind. Die Hausärzte sind anscheinend mit der selbstverständlichen Trauer oft schon überfordert aber auch die Patienten verweigern sich den ganz normalen unangenehm empfundenen Gefühlen. Sie hoffen oft, durch Medikamente rasch wieder "glücklich" werden zu können.

Wie der Kollege Rottach schon schreibt, das Trauerjahr unserer Ahnen hatte einen ganz tiefen Sinn, die Alten waren klug und konnten vieles gut einschätzen.
Wenn sich Patienten nicht auf die Trauer einlassen können, dann verhärten sich das Verlusterleben und es entstehen die "ewigen Witwen", die auch nach Jahrzehnten noch nicht von ihrem verstorbenen Partner distanzieren können.

Wer nach 1 - 2 Jahren noch trauert, der braucht Therapie, wobei ich zweifle, dass Medikamente dann günstig wären. Wer aber nach wenigen Wochen schon über den Tod eines langjährigen Partners hinweg ist, der braucht auch Therapie, wobei diese keinesfalls medikamentös erfolgen sollte.

Mir scheint, dass durch Antidepressiva solche verlängerten, dann wirklich krankhaften, Trauerreaktionen provoziert werden können....

Den oGTT bei Glukosetoleranzstörungen wiederhole ich jährlich
... Verstehe nicht genau was sie falsch finden. Sobald ein Patient mit erhöhten Blutzuckerwerten auffällig wird kriegt er in meiner Praxis das volle Programm, sprich von der frühzeitigen Diagnostik über die anschliessende Ernährungsberatung, Bewegungsprogramme in und ausserhalb der Praxis (bei älteren Übergewichtigen z.B. BEL "Bewegung neu erleben" der Sporthochschule Köln) und engmaschige Verlaufskontrollen. Den oGTT bei Glukosetoleranzstörungen wiederhole ich jährlich (wie oft machen sie es?), Laborparamter wie den HbA1c kontrolliere ich bei diesen Patienten vierteljährlich. Und den übergewichtigen und fehlernährten ...

Angeblicher Peritonsillarabszess war 3-Etagen-Oropharynx-Tumor im Endstadium
... So bin ich böse und spare der Patientin keine Zeit. Und binde sie nicht. Mein Fehler. Habe aber ruhiges Gewissen.

Und komisch: "meine" Patient/inen/en kommen immer wieder !

Derjenige, den sein Hausarzt (mittleweile nicht mehr tätig) über 2 Jahre mit Lutschpastillen und Gurgellösung, ab und zu auch mit ATB behandelt hat und dann an einem Freitag Nachmittag unter der fadenscheinigen "Diagnose" Peritonsillarabszess endlich geschickt hat, leider nicht mehr. Er hatte einen 3-Etagen Oropharynx-Tumor im Endstadium und verstarb kurz darauf.

Ansonsten legen die Allgemeinärzte in meiner Umgebung keinen falschen Ehrgeiz an den Tag und die Patientinnen/ten mit HNO-Problematik werden zu mir überwiesen.

Produkte aus dem ...

ADHS-Therapie nur durch Spezialisten: Dadurch unterbleibt mancherorts die Behandlung
... Das Hauptproblem ist damit, dass die Therapie neben oder anstatt Med., sei es Ergo- oder Psychotherapie, in sehr vielen Fällen nicht zeitnah möglich ist. Bei der Ergotherapie fehlen auch sehr oft die Spezialisten für ADHS, und die Ärzte zieren sich, zu verordnen, da sie Angst vor Regressen haben. Dieses Problem haben bei den Medikamenten aber auch die Kinderärzte, angesichts des extrem geringen Medikamentenbudgets und der Tatsache, dass in den letzten Jahren ein ADHS-Behandlungsschwerpunkt nicht mehr als Praxisbesonderheit anerkannt wurde.

Auf der anderen Seite dürfen Med. bei ADHS nur noch von Spezialisten verschrieben werden, zu denen Hausärzte in aller Regel nicht gehören. Das führt dazu, dass in manchen Gegenden eine an sich erforderliche Behandlung sowohl mit Med. als auch mit PT oder Ergo schlicht unterbleibt, mit m.E. fatalen Folgen für die Kinder und ihre lebenslange Entwicklung!

Und damit ist auch die Wut in diesem Forum zu erklären, die Ihnen entgegengeschlagen ist. In Ihrem 1. Posting haben Sie kaum zu erkennen gegeben, dass Sie Med. für oft sinnvoll oder gar unumgänglich halten. Vielmehr haben Sie Leuten recht gegeben, die eine (schon verständliche und nachvollziehbare) Angst angesichts der schieren Steigerung der Verordnungszahlen entwickelt haben, daraus aber in typischer Politiker-Manier die falschen Schlüsse ziehen. Und das nicht zuletzt deswegen, weil ...

Bei Patienten mit einem HbA1c zwischen 5,7-6,4% führe ich einen oGTT durch
... ich bin als hausärztlicher Internist mit diabetologischem Schwerpunkt niedergelassen, so dass ich glücklicherweise nicht nur fachärztlich tätig bin, sondern auch viele Nicht-Diabetiker betreue. Bei Patienten mit einem HbA1c zwischen 5,7-6,4% führe ich einen oGTT durch. Ich biete in meiner Praxis ebenfalls die kontinuierliche Glukosemessung über 6 Tage an, dies gibt mir regelmäßig ...

Zu viele ruhig gestellte Patienten in Heimen ohne ausreichende Schmerztherapie
... Ansonsten bleibe ich trotz der von Ihnen zitierten Leitlinie dabei, dass Neuroleptika keine analgetische Wirkung haben. Natürlich unterdrücken sie die motorische Unruhe schmerzgeplagter Menschen. Keine Frage. Vielleicht könnte man allenfalls rechtfertigend noch den antihistaminischen Effekt der Phenothiazine anführen, der bei Juckreiz eine Rolle spielen könnte.

Bin ein Wenig empfindlich in diesm Punkt. Sie merken es. Das geht nicht gegen Sie. Aber ich sehe einfach zu viele "ruhig gestellte" Patienten in Altenheimen mit zu geringer analgetischer Therapie (bloß nicht süchtig machen) aber Benzos und klassische Neuroleptika zum Abwinken....

Diabetesdiagnostik - so gehe ich vor
Wir bestimmen zunächst nur den BZ, wobei ich nicht darauf bestehe, dass die Patienten nüchtern zu BE kommen, da ich den Gelegenheitszucker aussagekräftiger finde. Ist der zu für einen NBZ zu hoch wird noch mal nachgefragt ob der Patient nüchtern oder pp war. War es eine Gelegenheitszucker wird der Patient noch 'mal nüchtern bestellt. Bei zu hohem NBZ, aber auch bei relativ hohem aber noch nicht eindeutig pathologischem Gelegenheitszucker mache ich dann....

Kind mit Fieber - ein Fall für Herrn Etgeton?
Ich habe nun auch allerlei Kinderkrankheiten durchgemacht und habe vielfältige Infekte gehabt, wie jeder in meiner Generation. Mittelohrentzündungen hatte ich reichlich.

Da hat man Wadenwickel bekommen, Trost wurde gespendet, ein Fieberzäpfchen wurde verabreicht, das Lieblingsessen wurde gekocht. Bei Hautausschlag wurde die Nachbarin hinzugezogen, deren Sohn ein Jahr Vorsprung hatte bei den Kinderkrankheiten - "was meinst Du, könnten das die Röteln sein?".

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich...

Medikalisierung der Trauer - eine Befürchtung
Kummer, Gram, Trauer nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen - das alles ist normal und häufig und gilt nicht als krankhaft. Das könnte sich vielleicht ändern, wird befürchtet. Der Grund: In der nächsten Auflage des „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (DSM-5) wird womöglich auf die Differenzierung zwischen lang anhaltenden Verlustreaktionen und einer schweren Depression verzichtet. Und bei der WHO werde derzeit diskutiert, in die geplante ICD-11 eine „verlängerte Trauer-Störung“ (PGD: „prolonged grief disorder”) aufzunehmen. „Wer also...

Visusangaben bei Multifokallinsen
....Prüft man nach DIN-Norm - wie es für Verkehrsbegutachtungen vorgeschrieben ist, liegen die gut operierten Patienten eher bei 0,6 Tageslicht-Visus und bei sehr schlechten Kontrastwerten beim Dämmerungs- und Gegenlicht-Visus.

Da gibt es auch genügend Literatur dazu.

"Horrorgeschichten" sind für mich immer häufiger Patienten, die mir für Verkehrsgutachten geschickt werden - behaupten, dass alle anderen schuld waren - miserables Dämmerungssehen aufweisen - aber "nachts überhaupt keine Probleme" haben......bei adäquater Reaktion aber den Unfall gut hätten vermeiden können.

Natürlich sind das nicht alles nur Multifokal-Linsenträger...aber zunehmend.

Die Zufriedenheit...

Reha kann, Krankenhaus muss Medikamente geben
....Damit ist allerdings ein Streit vorprogrammiert, der auf dem Rücken der Pat. ausgetragen wird, nämlich, was die Klinik noch zahlt. Eine MS-Klinik müsste demnach die Beta-Interferone zahlen, eine Reha nach Hüft-TEP bei dem gleichen Pat. offensichtlich nicht.

Bei Reha nach Mamma-Ca und anderen Krebserkrankungen sind diese Kosten offensichtlich auch von der Reha-Klinik zu übernehmen, wenn es sich um Reha wg. der Krebserkrankung handelt. Wenn die es nicht tut, muss sich der Pat. überlegen, die Reha abzubrechen und die Klinik zu verklagen.

Anders in der Reha in der Herzklinik: Die hat...

Ohrspülung mit Munddusche ist nicht zulässig
.... Jedes Gerät, was am Patienten angewendet wird, braucht eine Zulassung nach dem Medizinproduktegesetz. Eine Munddusche hat sicher keine Zulassung zur Cerumenentfernung und darf daher auch nicht hierfür verwendet werden. Wenn irgendwas passiert, egal, ob Trommelfellperforation, Otitis externa oder Schwindel, dann ist der Praxisinhaber dran.

Auch ich als HNO habe leider im Umfeld hausärztliche Kollegen, die dennoch mit der Munddusche arbeiten, daher sehe ich jedes Jahr iatrogene Trommelfellperforationen, teilweise sogar beidseitig.

Ich verstehe leider...

 

Navigation: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | > >>

 

Mini-Umfrage
Sammeln Sie bei Ihren Patienten Unterschriften für die Petition gegen die Kassenbürokratie?
Ja
Nein
Würde ich gern, aber ich weiß nicht, wo man die Unterlagen bekommt
Ergebnisse... 
Empfehlungen  HeuteWocheMonat
Cons  HeuteWocheMonat
Leser-Test Medizintechnik
mehr Bewertungen

 

 

hippokranet.de facharzt.de hausarzt.de zaend.de